Dieser weibliche Auerochse gehört zu den am meisten vollendeten Darstellungen der Tiere von Lascaux. Dies hängt zusammen mit der Fülle und der Qualität der Wiedergabe der anatomischen Details und auch mit einer Lebendigkeit, die selten in der prähistorischen Kunst dargestellt wird. Der Körper ist gedreht und die Hinterbeine sind an den Körper angezogen. Um die Schwierigkeiten, die mit dem Gebrauch des Pinsels auf einem körnigen Untergrund verbunden sind, zu begrenzen, wurden die Linien der Körperstruktur, des Kopfes und der Gliedmassen mit der Versprühtechnik des roten und schwarzen Pigmentes ausgeführt. Nur die Hörner und die Schnauze wurden mit dem Pinsel gezeichnet. Man kann dieses Bild der fallenden Kuh von dem davor liegenden roten gitterförmigen Zeichen trennen. Zahlreiche Autoren haben jedoch dieses geometrische Zeichen mit einer Falle verglichen. Die paläolithische Vorstellungswelt ist sicherlich komplexer als die Darstellungen es vermuten lassen.
© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat
© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat
Explorer le site : Lascaux