Zweiter Stier

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Mit einer Länge von 350 cm nimmt diese Darstellung eines Bos oder Auerochsen den hintersten Teil des Saales in Anspruch. Sie ist in Richtung Eingang der Höhle orientiert. Der Vorsprung der Wand ist hier maximal, seine Neigung beträgt 60° zur Vertikalen. Der Lage nach gehört der Zweite Stier zum Saal der Stiere, obwohl sich diese Darstellung hinten in Richtung zum Eingang der Axialgalerie ausdehnt. Seine Position am Eingang der Axialen Galerie erlaubt es ihm, obwohl er zu der grossen Komposition gehört, sich ein wenig abzugrenzen, da seine geschmückte Umgebung weniger beladen ist als beim ersten Stier in Gegenstellung. Das Tier weist nahezu alle anatomischen Details auf: sehr betonte Hörner, aufgeteilter Haarknoten, Flecken des Fells und betontes Geschlechtsteil. Nur die Umrisse dieser Stiere sind gezeichnet und, wie bei dem ihm gegenüberstehenden Stier, ist der obere Bereich mit dem Pinsel wiedergegeben, während die Umrisse des unteren Teiles mit Hilfe der Pulverisierung des Pigmentes hergestellt wurden. Drei Figuren bedecken ihn: der Kopf eines jungen Rindes, eine kleine partielle Silhouette eines Pferdes und ein grosses rotes Rind. Zahlreiche geometrische Zeichen umgeben ihn, vor allem zwischen der Schulter und Brust (Punkte, Zeichen mit Haken, roter Strich …) und oberhalb des Widerristes (ein Strich und drei Punkte).

© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat

© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat

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