Vierter Stier

8036

Diese Darstellung befindet sich direkt hinter dem dritten Stier. Bis heute ist es das eindrucksvollste Werk in der Höhlenkunst mit einer Ausdehnung von 5,60 m von der äussersten Stelle der Hörner bis zum Schwanzende. Alle konventionellen anatomischen Details sind vorhanden, mit einer beeindruckenden Ausführung gewisser Elemente, vor allem im Bereich des Kopfes: das Auge, umrahmt mit einer Linie des Augenbogens, die doppelte Linienführung des Unterkiefers, der Beginn der Wamme, die ausladenden Hörner und der Haarknoten.
Die Umrisse, lediglich in Schwarz, wurden in verschiedenen Techniken ausgeführt: durch Pulverisierung des Farbstoffes für den unteren Bereich und mit Hilfe eines Pinsels im oberen Bereich, sei es durch Versetzen des Werkzeugs, sei es durch Anbringen von Punkten. Diese unterschiedlichen Techniken widerspiegeln die Schwierigkeiten, die bei der Realisierung auftraten, und welche vor allem mit dem Zugang zum Ort der Darstellung zusammenhängen.
Das Hinterteil hat unter einer starken Korrosion gelitten, die mit dem Luftwechsel am Eingang der Passage zusammenhängen muss. Nur wenige Darstellungen sind mit dieser Figur verbunden. Man bemerkt eine Ansammlung von Punkten oberhalb des Widerristes und ein sternförmiges Zeichen vor dem Kopf.

© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat

© Ministère de la Culture/Centre National de la Préhistoire/Norbert Aujoulat

Explorer le site : Lascaux

/iipsrv/iipsrv.fcgi?DeepZoom=/sites/archeologie/files/styles/archeo_deepzoom_conversion/public/upload/deepzoom/02_01_01_02.jpg.tif.dzi